Blue Flower

Eigentlich sollte alles, was im folgenden aufgezählt wird, selbstverständlich sein. Vielleicht schadet es aber nicht, mal wieder dran zu erinnern.

  1. Schon zuhause kontrolliere ich meine Schwimmtasche. Hab ich alles eingepackt (Ergomar-Schlüssel, Badeanzug/ Badehose, Chlorbrille, Handtuch, Pullkick, Badekappe, Trinkflasche-natürlich aufgefüllt!, Badeschlappen, Mütze)? War zuhause noch etwas zu klären (Wettkampfteilnahme, Mitfahrgelegenheit etc.)?
  2. Mein Trainer wird bemüht sein, zu jeder Trainingseinheit pünktlich am Beckenrand zu stehen, also versuche ich das auch. Natürlich kann jedem mal was dazwischen kommen. Das sollte aber nicht zur Regel werden. Also: Ich plane einfach eine rote Ampel auf meinem Weg mit ein! Wir wollen alle gemeinsam 15 Minuten vor Trainingsbeginn am Counter sein.
  3. Wenn ich das Schwimmbad betrete, will ich all meine Teamkameraden und den Trainer begrüßen, nicht nur meine beste Freundin, das ist ein Gebot der Höflichkeit. Schließlich freue ich mich ja auch, wenn die anderen mich bei Betreten des Schwimmbades wahrnehmen.
  4. Die 15 Minuten bis zum Trainingsbeginn sind vorgesehen für Umkleiden, einen evtl. Gang zur Toilette, Gymnastik/ Aufwärmen und Startklar-Machen. Sie sind nicht dafür eingeplant, dass ich mit meinen Teamkameraden ein munteres Schwätzchen halte und mit all dem Aufgezählten erst beginne, wenn die Ersten schon mit Einschwimmen fertig sind.
  5. Wir sind eigentlich nie allein in der Schwimmhalle, es sind Badegäste da, aber auch Schwimmer anderer Gruppen, die mich beobachten. Ich denke daran, dass ich als Teil unseres Wettkampfteams immer auch Vorbild sein will.
  6. Mein Trainer wird sich bemühen, klare Anweisungen zu geben. Ich helfe ihm, indem ich zuhöre, dann muss nicht alles mehrfach erklärt werden. Wenn ich trotzdem etwas nicht verstehe, so frage ich meinen Trainer, nicht den Schwimmer, der vor mir steht. Vielleicht hat der ja auch nur die Hälfte verstanden.
  7. Ich träume von Bestzeiten, Medaillen, Qualifikationen? Träume können Wirklichkeit werden, aber meist nicht von allein. Fast immer ist die Verwirklichung dieser Träume mit hartem und konsequentem Training verbunden. Wenn ich mir das immer wieder klar mache, kann so manche Schinderei Sinn machen. Und ganz ehrlich: muss ich unbedingt gleich aufs Klo, oder schaffe ich es, die Serie zu Ende zu schwimmen?
  8. Es ist immer schön, als Erster unter der Dusche zu stehen. Gönne ich diese Pole-Position auch mal meinem Trainer und helfe ihm, nach dem Training die Leinen raus zu ziehen oder die Bretter aufzuräumen? Wenn wir alle zusammen helfen, kommen alle schneller heim.
  9. Ich weiß heute schon, dass ich bei der nächsten Trainingseinheit nicht kommen werde? Dann sag ich das doch gleich meinem Trainer, dann kann er sich bei der Planung der nächsten Einheit darauf einstellen. Auch wenn ich kurzfristig nicht kommen kann, informiere ich meinen Trainer telefonisch oder per e-mail.
  10. Bevor ich heimgehe, verabschiede ich mich von meinem Trainer und den Teamkollegen, vielleicht gibt es ja noch etwas Organisatorisches zu besprechen oder mitzunehmen (Zettel, Urkunde,…); vielleicht brennt mir auch noch was auf dem Herzen? Oft helfen ein paar klärende Worte und ich muss keinen Ärger mit heim schleppen!